Heileurythmie

 

 

 

 

 

 

 

Johanna Hopp, Heileurythmistin

Es ist ein heute allgemein anerkanntes Wissen, dass Bewegung gesund erhält. Dass durch die Sprache gezielt geführte und von der Psyche begleitete Bewegung gesundend bis in die inneren Organe wirken kann, d.h. wie eine Medizin wirkt, ist dagegen noch kein allgemeiner Wissensstand. Die Eurythmie und Heileurythmie beschreitet diesen Weg. Wie ist das möglich?

 

In der Kunsteurythmie fügen sich diese Gebärden in den Sprachfluss des Gedichtes, in der Heileurythmie werden sie einzeln – entsprechend dem Krankheitsbild – über Wochen beinahe täglich geübt. Dadurch wirken sie wie Medizin auf das kranke Organ.

Heileurythmie ist bei allen Krankheitsbildern anwendbar, nur bei hochfieberhaften Prozessen nicht. Sie wird als Einzelbehandlung durchgeführt. Vor der Behandlung sollte ein anthroposophischer Arzt konsultiert werden, da Heileurythmie einer medizinischen Diagnose bedarf.
 
Die Hygienische Eurythmie dient zur Prophylaxe. Sie verbindet Elemente der Kunsteurythmie und der Heileurythmie und wird als Kurs angeboten.
 
Die allgemein bekannten ersten Worte des Johannes-Evangeliums lauten: „Im Urbeginne war das Wort, und das Wort war bei Gott... und dieses war im Urbeginne schaffend bei Gott.“ Nimmt man diese Worte ernst und hält sie nicht für eine lyrische Ausschmückung, so sagen sie: Die Sprache hat die Kraft, die Welt – und damit auch den Menschen – aus sich heraus zu bilden, zu schaffen.



An diese schaffenden Kräfte der Sprache knüpft die Eurythmie an. Für jeden Vokal und Konsonanten entwickelte Rudolf Steiner eine aus der Sprachcharakteristik abgeleitete Gebärde.